WordPress 4.7 „Vaughan“ ist da inkl. Twenty Seventeen

WordPress 4.7

Mit WordPress 4.7 ist ein großer Schritt getan. Das neue Twenty Seventeen Theme hat jetzt schon viele Anhänger und es gibt weitere neue und nützliche Funktionen im WordPress Admin. Allen voran das neue individuelle CSS Feld im Customizer.

Sarah Vaughan in Schwarz/WeissWie bei jedem neuen Release muss auch kurz der Name erklärt werden. WordPress wird immer nach einer Jazz-Größe benannt. Diesmal ist es die Sängerin Sarah Lois Vaughan.

Grundsätzlich sollte man nicht immer gleich jedem Update hinterher laufen. Bei WordPress war ich da früher auch eher vorsichtig. Heute habe ich genug Vertrauen in die WP-Updates um gleich einer der ersten Tester zu sein.

Ich wurde auch nicht enttäuscht, nach einigen Tests läuft hier auf j0e.org alles so wie es auch sollte.


Ladenbesitzerin CarlyIm Vorstellungs-Video sucht die fiktive Ladenbetreiberin Carly nach einer Möglichkeit ihren Auftritt im Internet zu starten. Schön gemütlich auf einem iPad. Dabei entdeckt sie WordPress.

Mit WP kann Carly aus tausenden ansprechenden Themes wählen. Natürlich entscheidet sie sich für Twenty Seventeen, weil das für Business prädestiniert ist. Das neue WordPress Theme kommt mit schönen Beispielinhalten, damit sich Carly gleich ein Bild der Möglichkeiten machen kann. Die neuen Icons im Customizer sind visuelle Bearbeitungs-Shortcuts, mit denen die Verkäuferin gleich den Beispiel-Content anpassen kann.

Dabei merkt sie, dass sie auch Videos im Header-Bereich einfügen kann. Scheinbar ist Carly nicht ganz neu im Internet, denn sie nutzt auch das neue CSS-Feld um den Title größer zu machen.

Alle Änderungen sieht sie sofort in der Live-Ansicht.

Es wurde versucht, in dem netten Video so viele Neuheiten wie möglich zu zeigen. Augenscheinlich wurden damit unbedarfte Anwender angesprochen.

Für alle Anderen nun noch etwas genauer.

Twenty Seventeen WordPress Theme

Twenty Seventeen WordPress Theme
Twenty Seventeen WordPress Theme

Demo: http://2017.wordpress.net/

Das neue Standard-Theme Twenty Seventeen ist eher als Business-Theme, als Blog-Theme zu sehen. Hier geht WordPress neue Wege.
Erstmal ist die Startseite mit mehreren Sektionen zu gestalten, anstatt der typischen Bloglistung. Diese vier Sektionen können direkt im Customizer erstellt werden. Tatsächlich besteht jede Sektion aus dem Inhalt einer WordPress-Seite (Page).

Die Hintergrundbilder können auf 100% Breite belegt werden. Im Header kannst du ein auch ein Bild, oder ein Video hinterlegen.

Vordefiniert sind zwei Farbschemata. Ohne viele Änderungen kannst du zwischen hell und dunkel wählen.

WordPress Customizer

WordPress Customizer

Der Customizer ist die Zentrale für Änderungen am Design und der Navigation. Damit soll der Wildwuchs an proprietären Design-Tools von Premium-Themes eingedämmt werden. Eine einheitliche Schnittstelle für alle Themes und Änderungen.

Mit WP 4.7 hat der Customizer wieder einige nette Features dazu bekommen.

Posts und Pages anlegen

Wenn du dein Menü anlegst und Beiträge oder Seiten noch nicht existieren, erledigt WordPress das für dich. Der Customizer erstellt die neuen, aber leeren, Seiten im Alleingang.

Custom CSS Feld

Die meisten nutzten bis jetzt ein eigenes Plugin für schnelle CSS Anpassungen. Damit ist nun Schluss. WordPress kommt ab Version 4.7 mit einem eigenen Custom CSS Feld namens Zusätzliche CSS.

Die Änderungen werden sofort auf der rechten Seite sichtbar. Der Inhalt dieses Feldes ist Theme-basiert. Wechselst du das Theme, ist das CSS Feld wieder leer.
Dieser Umstand zeigt schon, dass hier lediglich kleinere Anpassungen vorgenommen werden sollen. Gröbere Design-Erweiterungen, die vielleicht auch in anderen Themes genutzt werden sollen, passen hier nicht so gut.

Shortcut Icons für die Bearbeitung

Dieses coole Feature kennt man eher von Frontpage-Editoren. Wo Änderungen gemacht werden können, findet sich ein blaues Icon mit einem Stift drin.
Beim Klick darauf, wird auf der linken Seite sofort das passende Einstellungs-Menü angezeigt.
Sehr praktisch!

Starter-Inhalte für Themes

Bis jetzt war es nicht möglich Demo-Inhalt mit dem WordPress Theme mitzuliefern. Für den Benutzer war dann beim Ausprobieren gar nicht ersichtlich, was mit dem Theme so möglich ist.

Einige Anbieter haben das dann über Umwege realisiert, was im öffentlichen Theme Verzeichnis gar nicht mehr erlaubt war.

Diese Demo- Texte, Widgets, Menüs und Bilder sind aber nur im Customizer zu sehen, nicht auf der Webseite selbst.

Individuelle Sprache für jeden User

Sprache im Profil einstellen

Bis jetzt konnte die Sprache nur global im Backend vergeben werden. Ab 4.7 kann sich jeder angemeldete User im Profil die Sprache selbst auswählen. Allerdings nur die vom Admin installierten Sprachen. Nicht generell alle für WP erhältlichen Sprachpakete.

Bilder Alt Texte

Achtung! Wenn du bis jetzt immer nur im Titel Feld des Bildes Text vergeben hast, solltest du deine Arbeitsweise anpassen.
Bis jetzt wurde der Titel automatisch für den Alternativtext übernommen. Das geschieht nun nicht mehr!
Bereits vorhandene Bilder sind davon nicht betroffen.

PDF Vorschau

neue PDF Vorschau

Für neu hinzugefügte PDF Dateien werden Vorschaubilder erstellt.
Diese sind dann in der Medien Galerie, Galerien, in den Attachement Details und der Attachement Seite von PDFs zu sehen.

Dein Server muss dafür aber Imagick, ImageMagick und Ghostscript installiert haben und für PHP bereitstellen.

Editor Anpassungen

Der visuelle Editor hat sich seit gefühlten Ewigkeiten nicht geändert.
WordPress 4.7 hat beim TinyMCE aber Hand angelegt. Nichts Großartiges, aber doch.

Hauptsächlich wurden die Icons neu angeordnet. Der Button für unterstreichen und Blocksatz wurde komplett entfernt.

Außerdem werden beim Hovern mit der Maus nun die Keyboard Shortcuts angezeigt.

Rest-API

Die Rest API ist das neue große Ding in WordPress. Im Jahr 2017 soll es gar keine großen Feature-Updates für WordPress geben. Statt dessen will Matt Mullenweg alle Ressourcen in die Weiterentwicklung von Calypso und den WordPress-Javascript Code legen. Das zeigt wohl ganz deutlich wohin die Reise geht.
Die Rest-API wird ein immer größerer und wichtigerer Bestandteil von WP werden.

Post Type Templates

Bis jetzt konnten die Page-Templates auch wirklich nur für WordPress-Pages benutzt werden.
Ab V 4.7 sind diese Templates für alle Post Types verfügbar. Auch für Beiträge.

Wie gehabt wird in den Tempaltes zunächst der Template Name vergeben.
In der zweiten Zeile können nach Template Post Type alle Post Types aufgelistet werden, für die dieses Template genutzt werden darf.

<?php
/*
Template Name: Full-width layout
Template Post Type: post, page, product
*/

// ... your code here

Fazit

WordPress 4.7 ist ein gut gelungenes Update, wie ich finde.

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