Visual Editor für WordPress - Thrive Themes Content Builder

Thrive Themes Content Builder

Artikel wurde aktualisiert am 22.02.2017

Ich habe wieder mal einen Visual Editor für WordPress im Test. Der Content Builder von Thrive Themes ist ein Plugin, welches themenunabhängig ist. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzprodukten handelt es sich um einen Frontend Editor. Der Editor im WordPress-Backend wird also komplett umgangen.

Thrive Themes Content Builder

Ich selbst nutze bis jetzt noch keine visuellen Editoren für WordPress. Ganz im Gegenteil nutze ich sogar den Texteditor, da ich so die maximale Kontrolle über die Formatierung habe. Ich finde die Drag & Drop Editoren aber sehr interessant und schaue sie mir deshalb gerne mal näher an.
Heute ist der Thrive Themes Content Builder dran.

Installation

Content Builder Download im Dashboard
Content Builder Download im Dashboard

Den Download findest du im Member Dashboard von Thrive Themes. Die .zip Datei kannst du nun wie gewohnt im Plugins-Menü von WordPress hochladen und danach aktivieren.

Danach findest du im Menü Einstellungen den Punkt Thrive Content Builder. Hier musst du deine E-Mail Adresse und deinen Lizenzschlüssel eingeben um das Plugin für deine Seite zu aktivieren. Den Lizenzschlüssel findest du im Dashboard unter „My Account & Lizenz Keys“.

Content Builder aktivieren
Content Builder aktivieren

Nun kannst du schon loslegen und alle Content Builder Funktionen nutzen.

Erste Schritte mit Thrive Content Builder

Genau so wie du es immer gemacht hast, gehst du im WordPress Dashboard auf Beiträge –> Erstellen. Alles was sich verändert hat, ist der neue Button „Edit with Thrive Content Builder“, direkt unter dem Title des neuen Artikels.

Content Builder neuer Artikel
Content Builder – Neuen Artikel anlegen

Zunächst musst du einen Titel vergeben und dann auf „Speichern“ klicken, damit der Artikel seinen Permalink zugewiesen bekommt.
Nun kannst du auf den neuen Button im Editor klicken.

Darauf wird ein neuer Tab geöffnet, wo sich deine in Frontend-Ansicht zeigt. Zusätzlich wird auf der rechten Seite das Menü des Content Builders geladen.

Du siehst also deinen Blog nun genau so, wie ihn deine Besucher sehen. Der neue, leere Artikel wartet nun darauf gefüllt zu werden. Bis jetzt sehen wir lediglich den zuvor vergebenen Title.

Content Builder neuer Artikel Frontend Ansicht
Content Builder neuer Artikel Frontend Ansicht

Nun sind wir soweit unsere ersten Elemente in den Artikel zu ziehen. Ich fange also mit dem Paragraph/Text Element an. Dieses Element ziehe ich ganz einfach, von der linken Seite, in den Textbereich meines Artikels.
Über dem neuen Absatz positioniert sich auch gleich ein neues Element mit allen notwendigen Formatierungswerkzeugen.

Content Builder - Text Element
Content Builder – Text Element bzw. Paragraph

Darunter kann ich zum Beispiel ein Bild positionieren. Dafür wird der originale Medien hinzufügen Dialog von WordPress genutzt.

Content Builder - Bild einfügen
Content Builder – Bild einfügen

Im Menü findest du unzählige Elemente, die du nun in deinen Text einfügen kannst. Mit der Maus kannst du stets alle Elemente verschieben und positionieren.

Welche Elemente gibt es?

Content Builder - Elemente
Content Builder – Elemente

Die Auswahl an nutzbaren Elementen ist schon beachtlich. Grundsätzlich einsortiert in Einfache Inhalts Elemente, Multi-Style Elemente und Erweiterte Elemente habe ich 33 Elemente gezählt.

Bereits erstellte Bereiche kannst du auch jeder Zeit als Template ablegen. Öfters wiederverwendete Elemente müssen somit nur einmal erstellt werden.

Einfache Inhalts Elemente

Textelemente, Bilder, Button, Icons und Bereiche mit eigenen CSS Angaben bilden den Grundstock für jeden Artikel. Mit dem Content Container hast du um das einfache Text-Element noch mal die Möglichkeit die Breite und Abstände anzupassen.

Multi-Style Elemente

Content Builder - Multi Style Elemente
Content Builder – Multi Style Elemente

Diese Multi-Style Elemente wirst du wahrscheinlich nicht in jedem Artikel brauchen, manchmal sind sie aber sicher sehr nützlich. Mit einer Content Box, Social Share Buttons, Styled Listen oder einem Call to Action Element, kann man schon so einiges anstellen.

In dem Bereich findest du auch deine zuvor erstellten Content Templates.

Sehr praktisch ist auch das Column Layout, mit dem du die verschiedensten Spaltendesigns einfügen kannst.

Erweiterte Elemente

Bei den Advance Elements geht es ähnlich weiter. Alle aufzuzählen und zu erklären würde den Rahmen sprengen, da es einfach zu viele sind.

Du kannst einen Widget Bereich einfügen, eine Preistabelle, Videos, ein Signup-Formular oder Facebook und Disqus Kommentare, um nur einige zu nennen.

Was nicht fehlen darf ist ein Generator für HTML Tabellen. Eine Tabelle braucht man doch immer mal wieder. Nach dem Klick auf „Add Table“ kannst du die gewünschten Spalten und Reihen angeben und schon hast du die Tabelle, wo jedes Feld einzeln klick- und editierbar ist.

Content Builder - Erweiterte Elemente
Content Builder – Erweiterte Elemente

Weitere Funktionen

Content Builder MenüThrive Themes Content Builder arbeitet auch mit einer Vielzahl an Newsletterdiensten wie MailChimp zusammen. Hast du die Verbindung im Menü API Connections erst mal angelegt, sind die CTA-Buttons und Newsletterformulare einsatzbereit.

Im Font Manager kannst du weitere Schriftarten von Font Squirrel importieren und dann auf deiner Seite nutzen.

Der Icon Manager erlaubt dir das Laden von IcoMoon Icons. Ähnlich wie wir es schon vom Enfold Theme kennen.

Thrive Lightbox mit Events

Thrive Lightbox Exit intent Trigger
Thrive Lightbox Exit intent Trigger

Mit diesem Feature ersetzt du auf einen Schlag alle Pop-up-Plugins.
Auf jeder Seite kannst du mit dem Content Builder ein Event starten lassen. Den Page Event Manager findest du, wenn du auf das Plus-Zeichen, ganz rechts im Menü klickst.

Dort kannst du den gewünschten Auslöser (Trigger) wählen. Zur Auswahl hatte ich einen Timer und Exit Intent.

Als nächsten Schritt wählst du deine gewünschte Lightbox, mit Werbung oder einer Aufforderung.

Vorteile und Nachteile

Auch wenn so ein Page Builder sehr praktisch ist und vor allem für Anfänger und technisch unversierte User, einen Vorteil darstellt, gibt es auch immer Nachteile.

Vorteile

  • Einfach zu bedienen
  • Viele Elemente und Features, die man sonst nie nutzen könnte
  • Schnellere Erstellung von optisch aufwendigen Seiten/Artikeln

Nachteile

  • Bereits vorhandene Texte können nicht editiert werden
  • Erstellte Texte und Layouts werden nur mit aktivierten Plugin angezeigt
  • Gewisse Abhängigkeit vom Plugin Ersteller

Diese Nachteile betreffen jetzt nicht nur den visuellen WordPress Editor von Thrive Themes, sondern die Plugins aller Hersteller. Soll nach langer Nutzung auf das Plugin verzichtet werden, kann das zu gewaltigen Problemen führen, da der erstellte Content dann nicht mehr dargestellt wird.

Preise

Content Builder Preise
Content Builder Preise

So ein aufwendiges Plugin ist natürlich nicht kostenlos. Aber auch nicht wirklich teuer.
Der Preis ist einmalig. Lediglich der Support erlischt nach einem Jahr. Die Plugin Update erhältst du aber weiterhin. Das finde ich so eine faire Lösung. Benötige ich nach einem Jahr also Hilfe, muss ich dafür zahlen.

Die Single Site License für eine Webseite kostet einmalig 67 USD. Die Unlimited Sites Lizenz kostet einmalig 97 USD, damit darfst du den Content Builder auf all deinen eigenen Projekten nutzen.

Zum Content Builder

Fazit

Ich selbst bleibe dabei direkt im HTML herumzuwurschteln. Wenn du aber einen Front End Editor für WordPress suchst, ist Content Builder sicher eine gute Wahl.
Wie vom Hersteller versprochen funktioniert der Visual Editor intuitiv und vor allem sehr schnell. Die nutzbaren Elemente decken alle erdenklichen Möglichkeiten ab. Der Editor wurde für Marketer und nicht für Entwickler erstellt.

Thrive Themes Content Builder wurde von am 13.01.2016 getestet.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
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