Indie Microblogging mit Micro.blog

micro.blog Microblogging

Artikel wurde aktualisiert am 02.05.2017

Micro.blog ist eine unabhängige Microblogging Community, welche mittels Kickstarter finanziert wurde. Der Initiator, Gründer und Programmierer ist Manton Reece aus Austin Texas.

Es muss nicht immer WordPress oder Joomla sein. Gerade für kurze Statements und Updates reichen wenige Worte, wie uns ja Twitter seit Jahren eindrucksvoll beweist.

Außerdem gab es da mal die Idee von einem Web 2.0.

Dezentralisierte Texte auf verteilten und unabhängigen Plattformen. Jeder kann sich überall beteiligen und sein ganz eigenes Stück am großen weiten Web erstellen und beitragen.

Genau diese Ideen verlieren immer mehr an Bedeutung. Ein Großteil des Contents ist auf wenigen Domains wie Facebook, Twitter und Youtube verteilt. Der Ersteller verliert mit dem Absenden alle Rechte auf seinen Content. Noch nie war Wissen so zentralisiert.

Die Idee

Indie Microblogging Projekt

Der Programmierer und Schreiber Manton Reece vermisst diese vergangenen Tage des WWW. Es entstand der Antrieb ein Buch über Indie Microblogging zu schreiben und gleichzeitig auch ein Tool dafür mitzuliefern.

Sowas kostet natürlich Zeit und somit auch Geld. Ein Kickstarter-Projekt bietet sich für solche Ideen gerade zu an.

Bis heute, den 27.04.2017, wurden 86.696 USD gesammelt. Von 3.080 Unterstützern.
Ursprünglich anvisiert wurden lediglich 10.000 USD, das Projekt kann also als erfolgreich bezeichnet werden.

Je nach geleistetem Beitrag bekommst du das gedruckte Buch oder eine digitale Version davon und bist bei der geschlossenen Startphase der Microblogging Plattform dabei. Damit hast du natürlich auch bessere Chancen auf einen kurzen und aussagekräftigen Namen.

Die Technik

Micro.blog setzt auf die OpenSource Ruby Software Jekyll, welche auch für die GitHub Pages verwendet wird. Diese Technik funktioniert statisch und ohne Datenbanken. Der Webserver muss also lediglich HTML und CSS ausliefern. Sehr ressourcenschonend.

Für die Formatierung wird Markdown verwendet.

micro.blog Editor mit Markdown Unterstützung
micro.blog Editor mit Markdown Unterstützung

Kurze Beispiele:
Ein Wort zwischen zwei Sternen wird als Fett formatiert: **fetter Text**
Kursiv kannst du mit einem Underscore erreichen: _kursiver Text_

Wie funktioniert micro.blog?

Die Microblogs können selbst gehostet werden, oder direkt auf https://micro.blog.

Wenn du dich registrierst bekommst du einen Benutzer und eine Timeline, ähnlich wie auf Twitter. Als Beispiel mein Benutzer: https://micro.blog/seo.

Hier kann ich aber nicht direkt posten, sondern lediglich die Posts eines Microblogs via RSS veröffentlichen.

Dieser Microblog kann WordPress oder auch eine Seite basierend auf Jekyll sein. Du benötigst halt einen Feed mit deinen Posts.

Bis hier ist der Service kostenlos.

Hosted Blog auf micro.blog
Hosted Blog auf micro.blog

Alternativ kann aber auch ein Microblog-Hosting direkt auf micro.blog gebucht werden. Das kostet monatlich 5 USD.
Damit bekommst du eine Subdomain, wo du auch direkt posten kannst. Diese Posts werden dann automatisch auf deinem kostenlosen Account veröffentlicht. Zusätzlich kannst du auf deinem Account aber noch andere Microblogs veröffentlichen.

Alternativ zur Subdomain gibt es noch die Möglichkeit, deine eigene Domain aufzuschalten.

Hier mein gehosteter Microblog: https://seo.micro.blog/

Die maximale Zeichenlänge für einen Micropost beträgt 280 Zeichen. Von RSS importierte Posts werden intelligent abgeschnitten.

WordPress als Microblog

Falls du deinen eigenen WP Blog als Micro-Post-Plattform nutzen möchtest, hat ein findiger User ein Plugin namens wp-micro-posts geteilt.

Damit findet sich im Editor der Custom Post Type Micro. So hast du die Microposts von allen anderen separiert und kannst nur diese auf micro.blog teilen.

Aktuelle Features sind Micro Posts custom post type, Auto-hyperlink hastags for site search, und Auto-hyperlink URLs in posts.

Wie geht es weiter?

Micro.blog ist Projekt in einer geschlossenen Phase und nur Unterstützer können sich registrieren.

Weitere Infos findest du auf der Kickstarter Seite, direkt auf der Projektseite und in der Hilfe.

Für alle nicht-backer geht die Registrierung wohl im Mai oder Juni 2017 los.

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