Künstliche Intelligenz. Wie wird unser Leben verändert?

Künstliche Intelligenz

Artikel wurde aktualisiert am 17.04.2017

Wie unser Leben in Zukunft durch künstliche Intelligenz verändert wird, ist sicherlich mit vielen Science Fiktion Büchern und Filmen vergleichbar. Schon jetzt sind Maschinen wichtige Helfer in der Forschung und Wissenschaft und sogar im Haushalt.

Künstliche Intelligenz kann bis zu 20 unterschiedliche Fremdsprachen beherrschen, technische Probleme schon im Voraus erkennen und in der Medizin viel konkretere Diagnosen stellen als die Ärzte. Intelligente Maschinen können im Grunde eigentlich alle Lebensbereiche komplett verändern. Roboter werden immer menschenähnlicher und können ein unbegrenztes Wissen aus der Cloud holen.

Ulrich Eberl, der bekannte Sachautor und Zukunftsforscher geht mit seinem Buch Smarte Maschinen sogar soweit zu fragen, ob es sich dabei um die letzte Erfindung der Menschheit handeln kann.

Ist künstliche Intelligenz der Anfang vom Ende?

Wer sich etwas Näher mit Zukunftsforschung befasst, muss sich irgendwann dabei diese wichtige Frage stellen. Die Entwicklung ist in dieser Hinsicht zweifellos unaufhaltsam. Schon jetzt sind Neurochips bereits in der Lage, 10.000 mal rascher als das Gehirn eines Menschen zu denken. In den kommenden Jahren wird sich diese großartige Leistung dann sicherlich ums tausendfache erhöhen.

Es ist klar, dass uns künstliche Intelligenz in Form von Robotern sicherlich anfangs noch unterstützend unter die Arme greifen werden, wie lange noch, ist allerdings eine andere Frage. Wer sich eng mit Robotern und Cyborg-Technologien beschäftigt oder sich dafür interessiert, hat sicherlich schon mehrmals darüber nachgedacht, was eigentlich die genaue Bestimmung der Menschheit ist.

Schon jetzt leben wir in einer fast komplett vernetzten Welt, in der man ohne Digitalisierung überhaupt nicht mehr auskommen kann. Der Alltag beginnt mit dem digitalen Wecker, dem Smartphone und Apps mit nützlichen Ratschlägen, Einkäufen über das Internet und natürlich auch mit perfekt gemachten Maschinen für die Arbeitserleichterung.

Smart Home ist mittlerweile ebenfalls in Form von zentral ferngesteuerten und interagierenden Geräten im Handel. In Zukunft werden die Smart Home Technologien sicherlich noch viel besser angepasst werden und hoffentlich auch preiswerter.

Smart Home – lohnt sich das wirklich?

Ob sich der Aufwand für Smart Home lohnt oder nicht, muss zumindest bis jetzt noch, jeder selbst entscheiden. Fest steht allerdings, dass die Entwicklung auch in dieser Hinsicht immer mehr Fortschritte macht. Wenn man mit diesem Konzept Strom und auch die Umwelt schonen kann, dann gibt es sicherlich überhaupt nichts dagegen einzuwenden, sofern das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung ist. Smart Home ist mit einem wirklich gut vernetzten Heim gleichzusetzen. Es übernimmt für uns praktische Überwachungs- und Steuerungstätigkeiten.

Smart Home
Smart Home erlaubt die automatisierte Steuerung zuhause

Smarte Thermostate für Heizkörper beispielsweise können über das Smartphone auch von unterwegs aus gesteuert werden. Es schaltet sich von alleine aus, falls niemand daheim ist und heizt erst dann wieder, falls der Hausbewohner in der Nähe ist. Die smarten Heizkörperthermostate sorgen für Wohlfühltemperaturen und passen sich auch selbst nach einer sogenannten Lernphase automatisch an.

Ansonsten sind natürlich auch die smarten Haushaltsgeräte mehr als nur ein neuer Trend. Die smarte Kaffeemaschine weckt uns mit verführerischem Kaffeeduft zusammen mit dem Wecker, die smarte Waschmaschine wird vom Büro aus eingeschalten und der Saugroboter übernimmt alleine das Staubsaugen. Aber auch die smarten Kühlschränke bieten weitaus mehr Lebensqualität und Komfort an. Einkaufslisten lassen sich von unterwegs aus erstellen, da sie über eine integrierte Kamera verfügen.

Wenn es in Zukunft also nur noch smarte Geräte zum Kaufen gibt, dann kommt man zweifellos überhaupt nicht mehr darum herum. Schon jetzt sind viele Beispiele mit futuristischen Zeichentrickfilmen vergleichbar, wie beispielsweise die bekannte Jetson-Familie aus den 80-er Jahren mit ihrem Haushaltsroboter Rosie.

Befinden wir uns also schon in der Anthropozän Ära?

Anthropozän bezieht sich auf das neue Zeitalter des Menschen. Bekannt wurde dieser Begriff vorwiegend durch Paul Crutzen, einem niederländischen Atmosphärenforscher und Nobelpreisträger. Aber schon 1873 wurde das Wort Anthropozoikum in diesem Zusammenhang von einem italienischen Geologen erstmals erwähnt. Es ist die Bezeichnung für eine neue Macht, die es mit den Naturgewalten aufnehmen kann. Also im Prinzip ein neues Erdzeitalter.

Lichtverschmutzung
Die Lichtverschmutzung aus dem Weltall aus aufgenommen.

Die Arbeitsgruppe Anthropozän wurde wie die Frankfurter Allgemeine im August 2016 veröffentlichte, bereits im Jahr 2009 ins Leben gerufen. Sie besteht aus 35 Wissenschaftlern. Obwohl man eigentlich meinen könnte, dass dieses neue Erdzeitalter bereits schon etabliert ist, ist das allerdings zumindest offiziell noch nicht der Fall. Die offizielle Bekanntmachung der Anthropozäns Epoche ist von vielen Faktoren und Hoheitsrechten der International Union of Geololgical Sciences abhängig.

Fest steht auf jeden Fall, dass sich die Erde durch die Menschen schon seit ca. 200 Jahren sehr stark veränderte. Obwohl Anthropozän eigentlich auf den ersten Blick nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun hat, besteht zwischen beiden Faktoren ein enger Zusammenhang. Das neue Erdzeitalter bezieht sich nicht nur auf das Artensterben und die Artenverschleppung. Künstliche Intelligenz macht es möglich, dass sich beispielsweise die Auswirkungen von Luft- und Umweltverschmutzungen besser darstellen lassen, sowie auch der bereits bestehende Klimawandel durch die globale Erwärmung. Erschreckend sind übrigens auch die Daten über die noch zur Verfügung stehenden Ressourcen unseres Planeten.

Folgt anschließend ein Robozän?

Es kann in Zukunft sicherlich gut möglich sein, dass auf Anthropozän anschließend eine Robozän Ära erfolgt, also eine Epoche im Zeichen der Roboter. Schon jetzt wird durch die Digitalisierung unser Denken deutlich verändert. Vieles im realen Leben gerät in Vergessenheit. Künstliche oder virtuelle Welten sorgen für ein optimales Liebesleben, für soziale Kommunikation und natürlich auch für Spaß und Aufregung in Form von aufregenden Computerspielen. Das Internet zieht immer mehr die Aufmerksamkeit und die Nutzer an sich hin. Auch ist die jetzige Generation auf keinen Fall mehr mit den Großeltern vergleichbar.

Aufgrund der neuen Technologien setzen wir uns schon jetzt komplett anders mit der Welt und mit anderen Menschen in Verbindung. Die Antwort, ob anschließend Robozän folgt, steht noch aus. Allerdings gibt es unter diesem Begriff bereits ein Berliner Unternehmen, welches Roboter zeitweise zur Verfügung stellt.

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.
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