Die Macht der WordPress Plugins

Wordpress Plugins

Artikel wurde aktualisiert am 28.03.2017

Wie man beginnen kann zu bloggen, ist im Beitrag Eigenen Blog erstellen schon behandelt worden.
Hier geht es nun im zweiten Schritt darum, den Blog um Funktionen zu erweitern und den eigenen Anforderungen anzupassen.

Die Blogsoftware WordPress kann mittels Plugins zu einem mächtigen Content Management System ausgebaut werden.
Plugins sind Softwaretool, die eigens für WordPress geschrieben sind. Es gibt unzählige kostenlose Plugins für die verschiedensten Funktionen, aber auch kostenpflichtige Plugins.
Wirklich gute kostenpflichtige Plugins sind auf Codecanyon zu finden. Dort werden Plugins für den professionellen Einsatz für wenig Geld angeboten, die regelmäßig upgedatet werden. Auch ein professioneller Support wird angeboten.

Wordpress Plugins auf Codecanyon

Auf wordpress.org gibt es ein Verzeichnis, in dem diese Erweiterungen heruntergeladen werden können (wordpress Plugin Verzeichnis). Viele der Plugins sind komplett kostenlos, manche sind in einer abgespeckten Version verfügbar. Um den vollen Funktionsumfang zu nutzen, muss man dann eine Lizenz kaufen.

Es ist sehr verlockend seinen Blog mit allen möglichen Plugins aufzublasen. Ich rate aber davon ab, weil der Blog dann immer länger benötigt um beim Benutzer geladen zu werden. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf das Benutzerlebnis aus, sondern kann auch dein Ranking in Suchmaschinen verschlechtern.

Unabhängig davon welche individuellen Anforderungen dein Blog erfüllen soll, solltest du auf jeden Fall Plugins für folgende Funktionen erstellen:

  • Plugin gegen Spam
  • Plugin gegen Hacker
  • Plugin für SEO

Plugin gegen Spam

Sobald dein Blog in Suchmaschinen zu finden ist, wird dein Blog auch von Programmen welche von Spammern betrieben werden. Die Software durchforstet Suchmaschinen nach Blogs, auf denen sie dann Kommentare mit Links posten.
Diese Technik ist zwar aus SEO-Sicht sinnlos geworden, die Spammer werden aber trotzdem nicht weniger. Du musst deinen Blog vor Spamkommentaren schützen, da dies einen sehr unprofessionellen Eindruck bei deinen Lesern hinterlässt.

WordPress bietet unter dem Menüpunkt „Einstellungen -> Diskussion“ verschiedene Möglichkeiten an, um mit Kommentaren umzugehen. Schau dir die einzelnen Punkte an, ob sie für dich relevant sind.

Auf jeden Fall solltest du die Funktionen anhaken, dass Kommentare manuell genehmigt werden müssen. Dadurch musst jeden einzelnen Kommentar freischalten, bevor er in deinem Blog veröffentlicht wird.

Das gilt natürlich auch für die Spam-Kommentare.
Deshalb ist es notwendig auch ein Plugin zur Spamabwehr zu installieren, damit du nicht hunderte Spamkommentare von Hand löschen musst.

Mit WordPress kommt standardmäßig das Plugin Akismet daher. Dieses Plugin bietet aber immer wieder Diskussionsstoff unter Webmaster, da Akismet Daten über die Blogbesucher sammeln und auf Servern in den USA ablegen soll.

Akismet Anti Spam Plugin

Als Alternative zu Akismet wird immer wieder das Plugin Antispam Bee genannt. Ob dieses Plugin den Datenschutzanforderungen entspricht, kann ich nicht beurteilen. Ohne Plugin für Spamschutz zu arbeiten, geht aber in der Praxis auch nicht.

Plugin gegen Hacker

Spam ist mühsam. Hacker sind aber richtig gefährlich. Eine wirksame Hacker-Abwehr ist deshalb entscheidend.
Mit der gleichen Technik durchforsten sie das Internet nach Blogs, welche vielleicht schlecht gewartet sind (Update!) und deshalb über bekannte Sicherheitslücken verfügen.

Sind die Hacker über Sicherheitslücken oder Passwort-Attacken in deinen Blog eingedrungen, können sie einiges mit deinem Webspace Account oder deinem Server anstellen.
Die Bandbreite reicht von Installation von Schadsoftware für Spammer um Massen-Emails zu versenden bis zur vollständigen Übernahme des Servers um ihn für kriminelle Machenschaften zu nutzen.

Die erste Erschwernis für Hacker ist, den Benutzernahmen für deine WordPress Installation nicht auf „admin“ zu belassen, sondern sofort zu ändern. Auch die Domain oder Teile davon eignen sich nicht als sicheren Benutzernahmen.

Die zweite Maßnahme ist, den Zugang zu deinem WordPress Backend über einen .htaccess Verzeichnisschutz zu sichern. Hier muss man zwar einmal zusätzlich Benutzer und Passwort eingeben, ich konnte aber die Hackerattacken auf meine Projekt auf ein Minimum reduzieren.
Eine Beschreibung wie man das macht findest du hier.

Die dritte Maßnahme gegen Hacker ist die Installation eines geeigneten Plugins. Dazu gibt es ebenfalls zahlreiche Plugins, wobei mir „Wordfence“ irgendwie am liebsten ist.

Das Plugin bietet schon in der kostenlosen Variante für meine Ansprüche eine ausreichenden Funktionsumfang. Wer mehr Sicherheit haben will, kann auf die Premium Variante wechseln, die sich derzeit aber mit USD 8,25 zu Buche schlägt.

Plugin für SEO

Damit deine Beiträge in den Suchmaschinen rasch und gut gefunden werden, muss mit SEO etwas nachgeholfen werden.

Die erste wichtige Maßnahme kommt wieder serienmäßig mit WordPress mit den sogenannten „Permalinks“ daher. Deine Beiträge werden intern in der WordPress Datenbank verwaltet. Du hast aber die Möglichkeit, unter dem Menüpunkt „Einstellungen -> Permalinks“ die Möglichkeit, die Webadresse (URL) deines Beitrages automatisch anpassen zu lassen.

Ich verwende immer die Einstellung: http://Dein-Blog.de/%postname%/
Damit wird der Titel deines Beitrages automatisch in die URL eingefügt, und damit passt die URL thematisch zum Beitrag selbst. Das gefällt wiederum den Suchmaschinen.

Es besteht auch die Möglichkeit, den Namen der Kategorie oder das Datum in die URL zu integrieren. Ich bevorzuge aber eine flache Hierarchie bei den URL’s, und Suchmaschinen mögen auch keine URL’s mit 200 Zeichen.

wpseo WordPress Plugin
Mit dem Plugin „wpSEO“ bekommt man noch ein Tool in die Hand, mit dem man das Thema SEO für deinen Blog noch ausreizen und weiter optimieren kann.

Suchmaschinen setzen sogenannte Crawler ein, um das Internet nach interessanten Content zu durchforsten. Mit einer Sitemap kann man den Crawlern die Arbeit erleichtern.

Die Sitemap ist ein Verzeichnis, in dem die Links zu allen relevanten Seiten und Beiträgen aufgelistete ist. Man kann in der Sitemap auch angeben, wie oft der Crawler den Blog besuchen soll. Dies ist aber für den Crawler nicht bindend, und soll nur einen Anhaltspunkt geben wie oft sich auf deiner Seite etwas ändert.

Bei der Sitemap von j0e.org/sitemap.xml findet ein sehr umfangreiches Plugin mit dem Namen „Jetpack“ Verwendung. Es gibt aber auch Plugins, die nur die Funktionalität einer Sitemap erfüllen, wie zum Beispiel das Plugin mit dem furchtbar langem Namen „Better WordPress Google XML Sitemaps„. Dieses Plugin macht die Sitemap für deinen Blog abrufbar – nicht mehr und nicht weniger.

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