Alle Google Updates im Überblick und ausführlich erklärt

Alle Google Updates im Überblick

Artikel wurde aktualisiert am 03.05.2017

Ein bis zweimal pro Monat bekommen Blogger, Webseitenbetreiber, Onlineshop-Besitzer und Co. die Google Algorithmus Updates zu spüren. Hierbei handelt es sich aber nur um die großen Google Updates, die offiziell bekannt gegeben werden. Laut Matt Cutts, Head of Googles Webspam Team, werden tatsächlich mehr als 600 Änderungen pro Jahr am Algorithmus vorgenommen. Die meisten davon aber ohne gravierende Folgen. Dafür zeigen die umfangreichen Veränderungen ihre Wirkung umso mehr und haben dem einen oder anderen Internetmarketer schon den Erfolg genommen.

Ziel der Algorithmus-Änderungen von Google ist die Qualitätssicherung. Die Suchergebnisse sollen für den User hochwertig sein, Mehrwert bieten und dem Nutzer genau das liefern, was er sucht. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt der Suchmaschinenriese mehr als 200 verschiedene Ranking-Faktoren, mittels derer die Relevanz und Qualität jeder einzelnen URL genau unter die Lupe genommen wird. Die Algos sollen die relevantesten Informationen aus dem Index beziehen.

Algorithmus Updates und ihre Auswirkungen

Im besten Fall führen die eingespielten Änderungen zu einem verbesserten Ranking in den relevanten Suchergebnislisten. Im ungünstigsten Fall müssen Blogs, Webseiten, Shops und weitere Online-Präsenzen hohe Verluste verkraften. Schon einige Betroffene fielen von jetzt auf gleich von Seite eins irgendwo ins hinterste Nirvana. Schuld daran sind in der Regel nicht die Optimierungsversuche, sondern viel mehr die mangelnde Qualität. Überspitzt gesagt kann man nicht über Katzenstreu schreiben, dieses vielleicht sogar bewerben, und den Text bzw. die Site auf das Keyword Schlüsselanhänger optimieren. Für Suchmaschinen müssen relevante, themenbezogene und informative Inhalte her, die eine Suchanfrage im Idealfall perfekt beantworten, den User zum Lesen, Bleiben und Wiederkehren animieren.

Nachfolgend sollen einmal die wichtigsten und größten Google Algorithmus Updates beim Namen genannt und beschrieben werden. Inbegriffen sind vor allem Updates, die für einschneidende Veränderungen innerhalb der Indexierung gesorgt hoben. Und alljene, die dem einen oder anderen den Kopf gekostet haben, sowie die, die noch heute für Kopfzerbrechen sorgen.

1. Panda-Update: Für mehr Content-Qualität

Google Panda UpdateErstes Rollout: 24. Februar 2011
Zyklus: monatlich
Art: Penalty
Ziel: Websites mit qualitativ minderwertigen Inhalt herabstufen

Im US-amerikanischen Markt wurde das Panda-Update erstmals am 24. Februar 2011 ausgerollt. Hierzulande sorgte es ab dem 11.04.2011 für Aufsehen. Ziel der Aktualisierung ist es, den einzelnen Webseiten einen Content-Quality-Score zuzuweisen und parallel dazu Webseiten mit niedriger Content-Qualität und Spam-Inhalten ausfindig zu machen. Ursprünglich war Panda eher als Filter gedacht und weniger als Bestandteil des Kernalgorithmus von Google. Im Januar 2016 wurde es jedoch offiziell in den Ranking-Algorithmus aufgenommen. Allerdings ist Panda auch jetzt nicht in Echtzeit aktiv. Stattdessen ist zu erwarten, dass die einzelnen Panda-Rollouts schneller und häufiger erfolgen, sodass eine regelmäßige und kontinuierliche Qualitätssicherung möglich ist. Das Panda Update kann grundsätzlich jeden erwischen. Unter anderem auch alljene, die sich bereits von den letzten Updates erholt haben.

Für wen ist das Panda Update gefährlich?

Die genauen Faktoren zur Ermittlung der Content-Qualität hat der Suchmaschinen-Riese bislang nicht offengelegt, selbstredend wird man dies auch in der Zukunft nicht machen. Lediglich ein paar Worte hat das Unternehmen verlauten lassen und auch die Erkenntnisse etablierter SEO´s machen Vermutungen und Schlussfolgerungen über die relevanten Content-Faktoren möglich. So können beispielsweise die nachfolgend genannten Onpage-Eigenschaften eine durch Panda verursachte Herabstufung in den Suchergebnissen auslösen:

  • Duplicate Content
  • Plagiate
  • Inhaltsloser Content
  • Spam-Inhalte
  • Keyword Stuffing, also eine sicht- und spürbare Überoptimierung der Inhalte
  • Schlechte Nutzererfahrungen

Von Panda betroffen: Das kannst du machen!

Sofern Dein Ranking innerhalb der Suchergebnisse von jetzt auf gleich abgefallen ist oder du bemerkst, dass deine üblichen Besucherströme plötzlich ausblieben, könntest du vom Panda Update betroffen sein. In diesem Fall empfiehlt sich eine detaillierte Überprüfung deiner Site, vor allem in Bezug auf die oben genannten Faktoren. Sofern du tatsächlich über das Panda Update bestraft worden bist, kannst du Dich mit etwas Aufwand und entsprechenden Änderungen schnell wieder erholen. Da Panda, wie bereits erwähnt, häufiger eingespielt wird, findet auch öfter eine neue Überprüfung statt, von der du eventuell profitieren könntest. Entscheidend ist natürlich, dass du die Probleme rechtzeitig behebst. Möglicherweise hast du somit sogar die Möglichkeit, binnen weniger Wochen zu deinem Ursprungsranking beziehungsweise einem naheliegenden Ranking zurückzukehren. Idealerweise gehst du Schritt für Schritt vor:

Duplicate Content auf deiner eigenen Webseite. Dieses Problem ist gar nicht so selten. Überschneidungen finden ich vor allem auf sehr großen und umfangreichen Sites mit mehr als Tausend Seiten. Überprüfe, ob bei Dir Duplicate Content aufgetreten ist. Benutze am besten ein Plugin wie wpSEO, welches in der Grundeinstellung schon viele Panda Probleme behebt.

  1. Plagiate lassen sich am besten via Copyscape ausfindig machen. Eventuell haben externe Webseiten deine Inhalte kopiert.
  2. Überprüfe, ob du eventuell unzureichend einzigartige Inhalte präsentierst. Eventuell verfügen deine Inhaltsseiten auch über zu wenig nützlichen Content, dafür aber über zu viele Anzeigen, Banner und sonstige Werbung.
  3. Überprüfe, ob deine Seite möglicherweise überoptimiert ist (Keyword-Stuffing). Hierfür stehen Dir verschiedene SEO-Tools zur Verfügung, die du auch kostenlos nutzen kannst. Sollte dies der Fall sein, empfiehlt es sich überflüssige Keywords durch Synonyme oder Umschreibungen zu ersetzen.
  4. Notiere Dir sämtliche Probleme, die du ausfindig machen kannst, und versuche anschließend die Schwachstellen nach und nach zu beheben, damit du eventuell schon vom nächsten Panda belohnt wirst.

2. Penguin: Lässt unnatürlichem Linkaufbau keine Chance

Google Penguin UpdateErstes Rollout: 24. April 2012
Zyklus: 25.05.2012; 5.10.2012; 22.05.2013; 4.10.2013; 17.10.2014
Art: Penalty
Ziel: Websites mit unnatürlichen und spammigen Linkprofilen herabstufen

Das Suchmaschinen unnatürlichen Linkaufbau zum Zwecke der Offpage-Optimierung abstrafen, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Eigens zu diesem Zweck entwickelte das Unternehmen das Google Update Penguin, welches sich niedlicher anhört, als es in Wirklichkeit ist. Es wurde am 24.04.2012 weltweit ausgespielt und war mit einschneidenden Folgen für zahlreiche Seitenbetreiber verbunden. Ziel von Penguin war es, Webspam zu identifizieren. Die Richtlinien beschreiben als Webspam grundsätzlich alle Techniken, die dazu führen, dass bestimmte Webseiten zu einem ausgewählten Suchbegriff besser ranken. Aus Sicht der Mountain Viewer bringt das dem Nutzer nichts, lediglich der Webseitenbetreiber profitiert von der besseren Indexierung, die Suchergebnisse werden allerdings verfälscht. Laut Google ranken die betroffenen Seiten zu Unrecht auf Topplatzierungen. Entsprechend der Google-Richtlinien sind Webspam-Techniken wie Keyword-Staffing, Linkaufbau und Co. verboten.

Aktuell soll das Penguin Update in den Kernalgorithmus integriert werden um es in Echtzeit laufen zulassen. Das heißt, Webspam wird schneller identifiziert und Sanktionen finden schneller statt. Im gleichen Zuge bedeutet das aber auch, dass sich Seitenbetreiber im Falle einer Abstrafung schneller erholen können, sofern Änderungen und Anpassungen zügig erfolgen.

Für wen ist das Penguin Update gefährlich?

Das Penguin Update identifiziert und bestraft Webseiten mit nachfolgend genannten Linkprofilen:

  • Links von schlechter Qualität, die beispielsweise von Spam-Seiten stammen
  • Links von Seiten, die ausschließlich für den Linkaufbau erstellt wurden
  • Links von Seiten, die thematisch überhaupt nicht zusammenpassen und absolut irrelevant sind
  • Bezahlte Links
  • Links mit einem überoptimierten Ankertext

Von Penguin betroffen: Das kannst du machen!

  1. Penguin nutzt eine Reihe verschiedener Faktoren, um Spamlinks und abstrafbare Links zu identifizieren. Diesbezüglich hat Google nach der Veröffentlichung des Penguin-Updates einige Informationen Preis gegeben, durch welche Webmaster und Seo´s eine relativ genaue Vorstellung davon bekommen, welche Faktoren für Penguin von Relevanz sind. Dementsprechend besteht die Möglichkeit, die eigene Webseite entsprechend zu überprüfen und gegebenenfalls zu handeln, sofern Handlungsbedarf besteht.
  2. Sobald du deine Seiten überprüft und unnatürliche Links aufgespürt hast, solltest du dafür sorgen, dass diese gelöscht werden. Im Zweifelsfall solltest du die jeweiligen Webmaster anschreiben und sie darum bitten, Verlinkungen zu deiner Site zu löschen. In einigen Fällen kann es aber auch sein, dass entweder zu viele schädliche Links vorhanden sind, oder die betreffenden Webmaster nicht antworten beziehungsweise nicht auf deine Bitte reagieren. In diesen Fällen empfiehlt sich der Einsatz des Google Disavow Tools. Hiermit hast du die Möglichkeit, Backlinks für ungültig zu erklären. Anschließend werden die für ungültig erklärten Links nicht mehr zur Bewertung deiner Seiten herangezogen.

3. Hummingbird: Verbesserte Interpretation von Suchanfragen

Google Hummingbird UpdateErstes Rollout: 22. August 2013
Zyklus: einmalig
Art: Algorithmus Änderung
Ziel: Sucheingaben sollen besser verstanden werden, wodurch sich hochwertigere Suchergebnisse ergeben.

Eines der wichtigsten Google Algo Updates nennt sich Hummingbird (Kolibri) und wurde am 22. August 2013 veröffentlicht. Hierbei handelt sich um eine Änderung des Bewertungsverfahrens, welche sich vor allem mit der Interpretation von Suchanfragen beschäftigt. Insbesondere längere Suchanfragen sollen hierbei besser berücksichtigt werden. Ziel des Updates war es, bessere Ergebnisse zu liefern, die exakt den Anforderungen der User entsprechen. Im Vordergrund stehen nicht mehr nur einzelne Keywords, sondern komplette Abfragen.

Zwar sind Keywords weiterhin wichtig für Suchabfragen, doch sorgt Hummingbird indes dafür, dass der Fokus auf der gesamten Abfrage und damit auch auf der Bedeutung liegt. Mit Hummingbird werden auch Synonyme berücksichtigt. Es werden also nicht mehr nur keywordrelevante Suchlisten angezeigt, sondern ebenso themenspezifische Inhalte, die nicht unbedingt die geforderten Keywords enthalten.

Für wen ist Hummingbird gefährlich?

Webseiten, die informative und ursprüngliche Inhalte liefern, können grundsätzlich von Google-Updates wie Hummingbird profitieren. Sites, die dagegen keinerlei nennenswerte Inhalte für den Nutzer liefern, müssen dagegen teils hohe Ranking-Verluste einstecken. Nachfolgend genannte Faktoren können dazu führen, dass Webseiten an Ranking einbüßen:

  • eine exakte Keyword-Optimierung ohne Einsatz von Synonymen etc.
  • Keyword-Überoptimierung (Keyword stuffing)
  • Schlechte Nutzererfahrungen

Von Hummingbird betroffen: Das kannst du machen!

Wie bei Penguin und Panda hast du auch bei Hummingbird die Möglichkeit, deine Webseite entsprechend zu überprüfen. Nachfolgend findest du einige Möglichkeiten, wie du deine Seiten besser für Hummingbird optimieren und aufbereiten kannst.

  1. Du solltest nicht nur einzelne Keywords verwenden, sondern deine Keywordrecherche erweitern und idealerweise ähnliche Suchanfragen berücksichtigen, Synonyme und themenrelevante Begriffe integrieren. Ferner empfiehlt es sich im Zusammenhang mit Hummingbird nicht nur Shorttail-Optimierungen vorzunehmen, sondern ebenso Longtail-Optimierungen einzusetzen.
  2. Sprich in der Sprache deiner Zielgruppe. Logisch ist, dass deutsche Webseiten und Blogs auch mit deutschen Texten ausgestattet sind. Allerdings solltest du schreiben und sprechen wie deine Leser. 20 Jährige User haben einen gänzlich anderen Stil als beispielsweise 60 Jahre alte Nutzer. Gleiches gilt beispielsweise für Mediziner, die völlig andere Erwartungen an Online-Inhalte stellen als zum Beispiel der Maurer oder Gärtner.
  3. Zum Zwecke der Suchmaschinenoptimierung werden Meta-Title, Descriptions und weitere Inhalte gerne mit Suchphrasen vollgestopft. Diese roboterähnliche Sprache ist mit Hummingbird jedoch absolut sinnlos. Suchmaschinen können Sprache mittlerweile verarbeiten und dank diverser Google Algorithmus Updates auch authentische von optimierten Aussagen unterscheiden. Das heißt, du solltest natürlich schreiben und nicht auf Biegen und Brechen versuchen, Keywordphrasen in deine Texte einzubauen.

4. Pigeon: Lokale Suchresultate werden relevant

Google Pigeon UpdateErstes Rollout: 24. July 2014 (USA)
Zyklus: 22.12.2014 (nur in UK, Kanada und Australien)
Art: Algorithmus Änderung für die lokale Suche
Ziel: Hochqualitative und relevante lokale Inhalte am Anfang des Suchergebnisses.

Das Google Pigeon Update wirkt aktuell ausschließlich im englischsprachigen Raum, wo es am 24. Juli 2014 eingespielt wurde. Auf die Suchergebnisse hat es allerdings einen dramatischen Einfluss, denn unter anderem spielt nun auch der Standort eine wesentliche Rolle. Geht man nach Google, soll Pigeon eine engere Verbindung zwischen dem lokalen Berechnungsverfahren und dem Core Algorithmus herstellen. Auch Lage und Entfernung werden als Schlüsselfaktoren in das Ranking einbezogen. Mit Einspielung des Updates gab es einen enormen Ranking Anstieg für lokale Verzeichnisse und Seiten. Ferner wurden die Websuche und Maps signifikant miteinander verbunden.

Für wen ist Pigeon gefährlich?

Nachfolgend einige Faktoren, die sich, bedingt durch Pigeon, nachteilig auf das Ranking lokaler Unternehmen auswirken können:

  • unzureichend optimierte Seiten
  • Mangel an qualitativ hochwertigen Backlinks
  • Unsachgemäßer Aufbau einer Business-Site über Google
  • Fehlende Verweise innerhalb lokaler Verzeichnisse

Von Pigeon betroffen: Das kannst du machen!

Grundsätzlich wirkt sich das Pigeon-Update ausschließlich auf die lokale Suche aus. Allerdings gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen auch eine lokale Suchmaschinenoptimierung möglich ist, die sich Pigeon anpasst.

  1. Zu allererst sollte die betreffende Webseite richtig optimiert werden. Mit Pigeon gelten die gleichen SEO Kriterien für lokale Webseiten wie auch für andere Google-Suchergebnisse. Der Schwerpunkt sollte auf die On- und Offpage-Optimierung gelegt werden.
  2. Des Weiteren empfiehlt es sich, eine Business-Site via Google zu erstellen. Hierbei handelt es sich um den ersten wichtigen Schritt, der gegangen werden muss, um im lokalen Index von Google aufgenommen zu werden. Google überprüft deine Anschrift. Zu diesem Zweck erhältst du einen Brief, mit einer PIN, die online bestätigt werden muss. Bei der Einrichtung einer Business-Seite ist die Kategorisierung von großer Bedeutung. Eine falsche Kategorie würde dazu führen, dass der Eintrag zu thematisch irrelevanten Suchanfragen angezeigt wird.
  3. Wichtig ist, dass Dein Name, deine Adresse und Telefonnummer auf allen Seiten übereinstimmt. Die Suchmaschine sucht Querverweise zu deiner Business-Site und wertet diese aus.
  4. Du solltest Dein Unternehmen in verschiedenen Branchenverzeichnissen listen. Umso öfter du in qualitativ hochwertigen Verzeichnissen gelistet bist, desto besser wirst du von Google eingestuft.

5. Mobile Update: Mobiles Nutzererlebnis

Google Mobile UpdateErstes Rollout: 21. April 2015
Zyklus: einmalig
Art: Algorithmus Änderung für die mobile Suche
Ziel: Für mobile Geräte optimierte Seiten werden in den mobilen SERPs bevorzugt

Das Mobile Friendly Update, gerne auch mal Mobilegeddon genannt, bezieht sich hauptsächlich auf die mobile Googlesuche. Es wurde am 21. April 2015 eingespielt und integriert die Mobile Freundlichkeit einer Webseite in die Ranking Faktoren. Die Veränderung am Berechnungsverfahren wirkt sich weltweit auf die mobilen Suchanfragen aus, was zur Folge hat, dass Webseiten, die nicht für Smartphones und Co optimiert sind, innerhalb der relevanten Suchergebnisse deutlich herabgestuft werden. Webseiten, die dagegen für Mobilgeräte optimiert sind, profitieren von einem teils deutlich verbesserten Ranking. Ferner kennzeichnet die Suma die optimierten Webseiten innerhalb der Suchergebnisse und warnt im gleichen Zuge, sofern Seiten angezeigt werden, die nicht für Mobilgeräte geeignet sind.

Für wen ist das Mobile Update gefährlich?

Abstrafungen und Herabstufungen sind im Generellen nicht zu erwarten. Allerdings führt das Mobile Update in einigen Fällen zu Einschränkungen. Nachfolgende Faktoren spielen hierbei eine wesentliche Rolle:

  • Gesamte Mobile-Freundlichkeit der betreffenden Webseite
  • Anpassung der Inhalte an die Nutzerbedürfnisse, sodass Lesen ohne Zoomen möglich ist
  • Unleserliche Inhalte sollten vermieden werden
  • Software, die für Mobilegeräte unüblich ist (z.B. Flash) sollte ebenfalls vermieden werden

Vom Mobile Update betroffen: Das kannst du machen!

Wenn du deine Webseite an das Google Mobile Update anpassen möchtest, bleibt Dir ausschließlich die Möglichkeit, deine Seiten entsprechend mobile zu optimieren.

  1. Selbstredend sollte deine Site den Google Richtlinien für Mobile Seiten entsprechen. Von besonders großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das Design, welches entsprechend aufbereitet sein muss. Man spricht dabei von einem Responsive Design
  2. Hast du alle unternommen, um deine Seite Mobile-Friendly zu machen, kannst du den Erfolg deiner Arbeit überprüfen. Dazu wurde ein Tool bereit gestellt. Du musst nur deine URL, beim Test auf Optimierung für Mobilgeräte, angeben und schon weißt du bescheid.

6. RankBrain: Die künstliche Intelligenz von Google

Google RankBrain UpdateErstes Rollout: 26. Oktober 2015
Zyklus: einmalig
Art: Algorithmus Änderung
Ziel: Liefere bessere Suchergebnisse, basierend auf Relevanz und maschinelles Lernen

Bei RankBrain handelt es sich mehr oder weniger um eine künstliche Intelligenz und um maschinelles Lernen, welches sich unweigerlich auf die Suchergebnisse auswirkt. Ziel des Updates ist es, wie bei nahezu jedem Update, bessere Suchergebnisse zu liefern. RankBrain greift im Besonderen, wenn es um Suchanfragen geht, die in ihrer Form noch nie gestellt wurden (immerhin 15 Prozent aller Suchanfragen). Dabei wandelt das Programm das geschriebene Wort in mathematische Vektoren um, welche wiederum in Relation zu bekannten Anfragen gesetzt werden. Für RankBrain ist die semantische Suchfunktion, welche mit dem Hummingbird Update Einzug erhalten hat, von großer Bedeutung.

RankBrain nutzt allerdings nicht nur die traditionellen SEO-Faktoren für das Ranking, sondern zusätzlich Faktoren, die sich auf die jeweilige Anfrage beziehen. Mithilfe diverser Funktionen können relevante Webseiteninhalte gekennzeichnet und anschließend indexiert werden, woraufhin die Ergebnisse innerhalb der Suchergebnisse neu geordnet werden.

Für wen ist RankBrain gefährlich?

Bis jetzt ist relativ wenig über RankBrain bekannt. Weder das Unternehmen äußerte sich mit großen Worten, noch können erfahrene SEO´s ausreichende und sichere Schlussfolgerungen ziehen. Lediglich die Tatsache, dass RankBrain irgendwie die Relevanz einer Webseite auswertet und entsprechend der Suchanfragen listen kann nahezu mit Genauigkeit gesagt werden. Nachfolgend genannte Faktoren könnten eventuell dazu beitragen, dass Webseiten nach RankBrain an Sichtbarkeit verlieren:

  • Mangelhafte Relevanz bei spezifischen Suchanfragen
  • Schlechte Nutzererfahrungen

Von RankBrain betroffen: Das kannst du machen!

Da bislang niemand wirklich weiß, welche Faktoren für RankBrain von Relevanz sind, ist es relativ schwierig, Optimierungsmaßnahmen beziehungsweise Anpassungen an Webseiten vorzunehmen. Was man jedoch weiß ist, dass RankBrain, ebenso wie viele andere Google Algorithmus Updates, dazu beitragen soll, die Suchresultate für den Nutzer zu verbessern und das zu diesem Zwecke ein maschinelles Lernsystem eingesetzt wird. Logischen Schlussfolgerungen zufolge kann man nun davon ausgehen, dass RankBrain im Besonderen auf verschiedene User Experience Faktoren setzt, beispielsweise auf Klick-Raten oder auch auf die Verweildauer von Usern. Nachfolgend sollen einige Tipps und Tricks aufgelistet werden, mit denen du Dein Ranking unter RankBrain verbessern kannst:

  1. Das Nutzererlebnis sollte maximiert werden
  2. Du solltest deine Wettbewerber genauer unter die Lupe nehmen. Dies gilt im Besonderen in Bezug auf die Nutzererfahrung, die Bedienbarkeit, interne Verlinkung, auf den Webseitenaufbau, etc. und entsprechend positive Eigenschaften für Dich selbst übernehmen, sodass sich User auf deinen Seiten besonders wohl und gut aufgehoben fühlen.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Google Updates für Webseiten-Betreiber und SEOs

Panda, Penguin, Hummingbird, Pigeon, Mobile Update und RankBrain zählen zu den wichtigsten Google Updates und Algo Änderungen innerhalb der letzten Jahre. Bis auf das Mobile Update sind alle genannten Aktualisierungen mit teils gravierenden Folgen für Webseitenbetreiber, Blogger und Co. verbunden. In der Regel sind es die Abstrafungen, die Kopfzerbrechen bereiten und für überarbeitete Nächte sorgen. Im Artikel hast du jedoch einige Tipps und Tricks gefunden, mit denen du den jeweiligen Änderungen entgegenwirken kannst, um weiterhin Top-Platzierungen bei Google für Dich zu beanspruchen.

Falls dir schon mal der Begriff Phantom Update unter gekommen ist, möchte ich dieses Ausdruck auch noch kurz erklären.
Meistens wird der Name dazu benutzt um nicht bekanntgegebene Updates des Core Algos zu betiteln. Das Phantom-Update wird auch angesprochen, für noch unerklärliche Änderungen in den SERPs.

RankTracker zeigt das Panda Update an
RankTracker zeigt das Panda Update an

Für die Auswertung deiner eigenen Seite empfehle ich dir die SEO PowerSuite. Damit kannst du selbst überprüfen, ob deine Seite von einem der Google Weiterentwicklungen betroffen ist.

Zum Abschluss hab ich noch eine Infografik mit den sechs Google Algorithmus Updates für dich erstellt.

Infografik -  Google Updates im Überblick
Infografik – Google Updates im Überblick
Verfasst in: SEO ThemenTags: , ,
2 Kommentare
  1. Sehr guter Überblick und interessanter Artikel.

    Sehe aber auch eine Chance durch die neuen Mechanismen. Jedenfalls für Seiten mit gutem Content.

    • Hallo Michael,
      da hast du recht. Alle Änderungen bringen auch Chancen mit.
      Das hab ich im Artikel zu wenig beachtet. Danke für dein Feedback!

      Jochen


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